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Ich erhalte Spam von einem LiveConfig-Kunden

In letzter Zeit erhalten wir zunehmend mehr Beschwerden, dass von einem „unserer Server“ oder „unserer Kunden“ Spam versendet wird. Einige Beschwerden sind förmlich, andere sind deutlich „emotionaler“ formuliert.

In den meisten Fällen haben die Empfänger einer Spam-Nachricht die Domain der (gefälschten) Absenderadresse geöffnet und dabei die „Hier entsteht eine neue Website“-Meldung erhalten, rechts unten ist ein „Powered by LiveConfig“ eingeblendet.

LiveConfig ist eine Software zur Verwaltung von Konfiguration von Webservern. In diesem Fall setzt der Spam-Versender (leider) unsere Software ein - wir (die Keppler IT GmbH) haben aber nichts mit diesen Servern zu tun und stehen auch in keinen wirtschaftlichen Beziehungen zu deren Betreibern. Im Gegenteil - wir verabscheuen SPAM genauso wie Sie.

Um den wahren Absender eine Spam-Nachricht zu ermitteln, gehen Sie wie folgt vor:

  • finden Sie die IP-Adresse der Domain heraus, welche in der Spam-Mail beworben wird.
  • über den sogenannten WhoIs-Service können Sie herausfinden, bei welchem Provider diese IP-Adresse betrieben wird. Bei europäischen IP-Adressen ist die RIPE zuständig - die IP können Sie unter https://apps.db.ripe.net/search/query.html prüfen.
  • beschweren Sie sich bei dem angegeben Provider, sowie ggf. bei dessen Uplink-Lieferanten (praktisch der „Lieferant“ des Providers). Wenn bei denen massive Beschwerden einhageln, werden diese i.d.R. den Hahn abdrehen.
Beispiel: in einer aktuellen Spam-Mail wird auf die Domain „ansehen-tipp.com“ verlinkt. Die IP-Adresse dieser Domain lautet 185.145.232.160. Die RIPE-Datenbank verweist beim technischen Ansprechpartner (Tech-C) auf eine womöglich gefälschte Adresse auf Zypern. Interessant ist aber der Block „Route“: Das IP-Netz 185.145.232.0/22 wird offenbar über LeaseWeb NL zur Firma Kolido geroutet.
Sie sollten Ihre Beschwerde also zumindest an LeaseWeb NL richten.

Sie müssen sich bewusst machen, dass Spam ja nicht verschickt wird im Leute zu ärgern, sondern weil die Beteiligten ziemlich gut daran verdienen. Es gibt den Spam-Versender selbst (der durch die angebotenen Produkte/Dienstleistungen verdient), dessen Provider (der dem Spam-Versender die Infrastruktur bereitstellt) und das Rechenzentrum (welches der Provider nutzt um wiederum seine Server mit Strom & Internetanbindung zu versorgen). Bei vielen dubiosen Providern werden Spam-Beschwerden daher auf taube Ohren stoßen. Rechenzentren dagegen haben viele Provider als Kunden, und können sich eine negative Reputation auf Dauer nicht leisten. Zögern Sie daher nicht, Beschwerden direkt an die im WhoIs hinterlegten Lieferanten („Route:“) zu schicken!

de/spam.txt · Zuletzt geändert: 2016/09/13 12:07 von wikiadmin

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